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| Datum | Tagebucheintrag |
01.09. - 02.09.2004 |
Heute ist es nur leicht bewölkt. Wir nehmen wieder den gleichen Weg mit dem Expressbus in die City. Diesmal können wir endlich durch die Strassen von Downtown wandern. Wir landen dann aber zum Mittagessen doch wieder in einem Foodcourt im Untergrund, um günstig zu essen. Am Nachmittag besuchen wir das eher kleine Chinatown mit seinen Restaurants und chinesischen Supermärkten.
hat, und wandern zum Aussichtspunkt, wo man die Stadt überblicken kann ( Panoramabild ).
Martin verschätzt sich etwas auf der Karte, denn es sind fast 4km und alles bergauf. Wir sind ganz schön geschafft und müssen uns auf der Aussichtsterrasse erholen, während wir den Ausblick geniessen. Auf dem Rückweg nehmen wir dann den Bus und die U-Bahn zurück zum Busbahnhof. |
06.09. - 07.09.2004 |
Endlich geht es wieder weiter. Heute ist Labour Day, Tag der Arbeit und das offizielle Ende der Sommerferien. Nach diesem, von uns so lang ersehnten Tag, müssen die Kinder wieder in die Schule und die Campingplätze und touristischen Orte leeren sich schlagartig. Auf der Autobahn fahren wir bis Trois Rivières. Dann wechseln wir auf die Chemin du Roy, die durch kleine schmucke Dörfer dem St. Lawrence River entlang führt. Wir durchfahren Quebec City ohne anzuhalten, denn wir haben zurzeit genug Städte gesehen. ![]() Wir bleiben auf der Nordseite des Flusses und gegen Abend kommt uns starker Rückreiseverkehr entgegen. Übernachtung in Baie-Saint-Paul auf einem fast leeren Campingplatz. Kurz vor Sonnenuntergang sehen wir heute das erste Mal die Sonne. Am nächsten Tag geht’s weiter dem Fluss entlang mit immer wieder schönen Ausblicken auf den Fluss. Mal gehst auf starken Steigungen bergauf, mal geht’s steil hinunter, so dass Martin immer wieder hinunterschalten muss, um die Bremsen zu schonen. Bei Tadoussac müssen wir mit einer (!) Gratisfähre den Saguenay Fijord überqueren. Auf der Weiterfahrt Richtung Nordosten hat es immer weniger Verkehr. ![]() Wir sehen wieder viel Tannenwald und kleine Seen. In Les Escoumins buchen wir die Fähre für die Überquerung des Flusses morgen Abend. Im Indianerreservat Essipit, die auch die Fähre betreiben, campieren wir auch wieder fast alleine. Leider wird dann unserer Lagerfeuer etwas verregnet. |
08.09.2004 |
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Wir geniessen einen sonnigen Tag am grossen Fluss und können Wale, Delphine und Seehunde aus der Ferne beobachten. Im Gegensatz zum stürmischen Wetter gestern ist das Wasser heute ruhig und flach. Nachdem wir um 13 Uhr (Checkouttime) den Campingplatz verlassen haben, schlendern wir durch das kleine Les Escoumins, genehmigen uns einen Cafe au Lait mit Patisserie und vertreiben uns die Zeit am Steinstrand. Um 17 Uhr müssen wir uns an der Fähre einfinden, die dann pünktlich um 18 Uhr losfährt. Wir lernen Beryl und Dave Everett aus Südafrika kennen, die auch mit einem 19“- Campervan seit Januar unterwegs sind und in nächster Zeit etwa die gleiche Route bereisen wie wir. Als der Mann von der Fähre unsere Camper ausmisst, klassifiziert er sie als Motorhome, womit Dave und Martin gar nicht einverstanden sind. Denn ein Motorhome kostet 12$ pro Meter und PKW’s und Van kosten bis 5,5m 35$ und jeder weitere Meter 12$. Das macht bei unseren 6m langen Van’s doch etwa 30$ Unterschied. Wir kriegen noch Unterstützung von einem Einheimischen und nach langem Hin und Her an der Kasse können wir uns gemeinsam durchsetzen. Danach können wir die ruhige Überfahrt geniessen und den fantastischen Sonnenuntergang bewundern. Es ist schon dunkel als wir nach 90 Minuten am anderen Ufer in Trois-Pistoles anlegen. Wir fahren noch 5km bis zu einem Campingplatz, direkt am Flussufer. Das Büro ist nicht besetzt, aber eine Tafel weist darauf hin, dass man einen Platz aussuchen soll und später jemand vorbeikommt um das Geld zu kassieren. Endlich können wir unsere knurrenden Mägen mit getoastetem Toastbrot, Salami, Camembert und Leberpastete besänftigen. |
09.09.2004 |
Als wir um 9 Uhr losfahren wollen, ist immer noch niemand vorbeigekommen um das Geld für die Übernachtung zu kassieren und das Büro ist immer noch geschlossen, Wir warten noch eine halbe Stunde und fahren dann halt los. War ein günstiger Campingplatz. In Rimouski treffen wir wieder auf Beryl und Dave beim Besuch des Visitor-Center. Sie suchen auch eine Bibliothek für den Internetzugang. Sie öffnet zwar erst um 12 Uhr 30, da bleibt uns dafür genügend Zeit um im Wal-Mart für Martin eine warme Mütze zu kaufen, denn es ist saukalt geworden und der Himmel ist bedeckt. Nach dem Mittagessen im PFK (heisst Poulet Frit Kentucky auf französisch) stehen wir pünktlich zur Öffnung der Bibliothek vor der Türe und wir sitzen noch nicht lange am Compi, da kommen auch schon die beiden Südafros. Nach einer Stunde verabschieden wir uns und fahren weiter der rechten Küste vom St. Lorenz River entlang. Als wir in Mont Saint Pierre den Campingplatz in der Höhe, mit Sicht auf das Wasser, beziehen, beginnt es zu regnen und um 18 Uhr bereits einzudunkeln. |
10.09. - 11.09.2004 |
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Die ganze Nacht Regen und am Morgen immer noch Regen. Wir fahren weiter und hoffen dass es bald aufhört. Aber der Regen hält weiter an. Wir lassen den Forillon Nationalpark links liegen und fahren direkt nach Gaspé, der grössten Stadt auf der Halbinsel. Die Bibliothek öffnet aber erst um 18Uhr. Fahren wir halt weiter, aber nur bis Percé, denn dort steht der Felsen, den Martin gern besichtigen möchte. Wir gehen dort auf einen Campingplatz, denn für Morgen und die folgenden Tage ist besseres Wetter angesagt und da wäre es schade einfach weiterzufahren. Kurz vor Sonnenuntergang stellt der Regen dann wirklich ab und die Wolken reissen auf. Aber es weht weiterhin ein starker Wind. Am nächsten Morgen begrüsst uns ein herrlicher Tag mit Sonne pur und flachem Meer. Jetzt können wir endlich den Percé Rock in seiner ganzen Pracht sehen und der Leuchtturm auf unserem Campingplatz gibt ein schönes Fotomotiv.
In Black Point an der Chaleur Bay finden wir einen Campingplatz unter Pinien direkt am Meer. Von den Nachbarn, alles Einheimische aus New Brunswick, werden wir gleich zum Supper (Abendessen) eingeladen. Wir müssen natürlich alles über unsere Reise erzählen. Danach machen zwei von ihnen erstaunlich gut Country Musik. Als die Sonne untergeht wird es aber kalt und wir entfachen am Strand ein grosses Lagerfeuer. |
12.09. - 13.09.2004 |
Wir durchfahren New Brunswick auf direktem Weg nach Nova Scotia. Im Visitorcenter nach der Grenze empfehlen sie uns den Amherst Shore Provincial Park für die Übernachtung. Die grosszügigen Plätze sind wirklich wunderschön im Wald gelegen und wir sehen keine Nachbarn, denn der Platz ist fast leer. Es ist wieder wärmer geworden und windstill. Für nur 3.50$ wird uns vom Ranger ein Haufen Holz an den Platz geliefert und so können wir den sternenklaren Abend wieder am Lagerfeuer geniessen.
Auf dem Sunrise Trail (Strasse #6) durchqueren wir das grüne Land. Sieht fast aus wie in Neuseeland mit klarer Luft, Meersicht und rundherum grün. In New Glasgow, der nächsten grösseren Stadt bringen wir unseren Camper beim Canadian Tire (Kanadische Konkurrenz zum Wal Mart) in den 5000 Meilen Service für sage und schreibe nur 23.84$! Danach finden wir in Lower Barneys River wieder einen Platz direkt am Meer. Heute weht aber ein starker Wind dass der Camper wackelt, es bleibt aber trocken. |
14.09. - 15.09.2004 |
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Auf der einzigen Strassenverbindung, dem Canso Causeway, erreichen wir den oberen Teil von Nova Scotia, Cape Breton Island. Am linken Ufer dem riesigen Salswassersee Bras d’or entlang, fahren wir zum Whycocomagh Provincial Park mit spektakulär gelegenen Campingplätzen, hoch über dem See mit Fernsicht. Martin erklimmt noch den Stone Mountain im Park und geniesst eine Super Aussicht mit Rundblick über den See. Kurz nach dem Eindunkeln um 20 Uhr sehen wir wieder einmal die ISS, die unseren Platz am wolkenlosen Himmel von Südwest nach Nordost überquert. Die klare Nacht beschert uns wieder einen gewaltigen Sternenhimmel. Als wir nach dem abgebrannten Lagerfeuer ins Bett gehen wollen, sehen wir sogar wieder Polarlichter. Dafür ist es kalt und wir müssen uns warm zudecken. Am nächsten Tag geht’s weiter dem See entlang, bis zum Beginn des Cabot Trail, einer Strasse die den oberen Teil Cape Bretons umrundet. Durch das Tal des Margaree River gelangen wir an die Westküste und der wilden Westküste entlang, in den Cape Breton Highlands Nationalpark mit fantastischen Ausblicken auf die Küste. Auf einer Hochebene auf 500m machen wir einen Rundwanderweg durch die Pflanzenwelt, wo wir fleischfressende Pflanzen und Orchideen bewundern können.
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16.09. - 17.09.2004 |
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Heute ist es wieder nur leicht bewölkt und viel wärmer als gestern. Wir fahren weiter durch den Cape Breton Highlands Nationalpark, diesmal an der Ostküste entlang nach Süden. Auf dieser Seite ist das Meer ruhig und fantastische Strände laden zum Baden ein, wenn das Wasser nicht zu kalt wäre. Wir umrunden den St.Anne Harbour und erreichen das zweite Mal auf unserer Reise eine Stadt mit Namen Sydney, diesmal die grösste Stadt von Cape Breton Island, die mit nur 30'000 Einwohnern aber wesentlich kleiner ist als ihr Namensvetter in Australien. Auf der anderen Seite des Bras d’Or Lake entlang, fahren wir bis St.Peter’s, wo wir mit Blick auf den See campieren. Zum Abendessen grillieren wir gekauften, fangfrischen Atlantiklachs, der auf der Zunge zergeht. Die lange Schönwetterperiode ist leider vorbei und das Wetter verschlechtert sich im Laufe des nächsten Tages.![]() Wir fahren wieder zurück auf die Hauptinsel Nova Scotias, nach Antigonish und von da über die Strasse #7 an die Ostküste. Es wird immer nebliger und die Sicht auf die Küste wird zunehmend erschwert. In Murphy Cove finden wir zwar wieder einen Campingplatz direkt am Meer, aber der Nebel verkürzt die Aussicht.
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18.09.2004 |
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Am Morgen ist es immer noch neblig, aber dafür total windstill. Bevor wir losfahren, versuchen wir uns noch im Krabbenfang mit einer Falle, die wir beim Campingwart ausgeborgt haben. Wir können zusehen wie die Krabben am Meeresgrund in die Falle spazieren um den feinen Salami zu kosten. Die Methode klappt vorzüglich, aber die Krabben sind zu klein um sie zu essen. Danach erreichen wir nach kurzer Fahrt die Hauptstadt von Nova Scotia, Halifax. Als wir an der Hafenfront entlang spazieren, beginnt es zu regnen und wir flüchten uns zurück zum Camper.
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19.09.2004 |
Am Morgen ist es kalt, windig und regnerisch. Wir fahren zum Flughafen um unsere Flugtickets vom 30.9.2004 eventuell auf den 2. Mai 2005 umbuchen zu lassen. Aber leider ist weit und breit kein Britisch Airways Schalter zu finden - Wir haben nämlich vor ein paar Tagen beschlossen unsere Reise schon im Frühling 2005 zu beenden, weil unser Freund in der Dominikanischen Republik kehrt in die Schweiz zurück und damit fällt unsere günstige Überwinterung 2005 / 2006 ins Wasser - Wir werden also die letzten 8 Monate unseres Abenteuers noch ganz speziell geniessen. Vielleicht schieben wir sogar noch einen Trip auf die Insel dazwischen. Unverichteter Dinge fahren wir zurück in die Stadt und wollen bei diesem miesen Wetter in einem Einkaufszentrum etwas Zeit vertrödeln, aber o Schreck, alles geschlossen. Sogar der Wal-Mart und die grossen Sobeys sind hier am Sonntag geschlossen, das haben wir noch nie erlebt. Das ist ja wie bei uns mit den Ladenschlusszeiten. Nova Scotia ist die einzige Provinz in Kanada, die den Läden nicht erlaubt am Sonntag zu öffnen. Wir sind das gar nicht mehr gewohnt. Zum Glück haben wir genug Fressalien im Kühlschrank. In der Nähe von Peggys Cove finden wir einen fast leeren Campingplatz am Meer. Nadia probiert ihr Glück wieder einmal erfolglos beim Angeln. |
20.09. - 21.09.2004 |
Campingplatz im Wald direkt an der Küste. Am nächsten Tag geht’s dann weiter der malerischen Küste entlang. In Yarmouth, der grössten Ortschaft seit Halifax, können wir wieder Einkaufen und Tanken. In Darling Lake übernachten wir direkt an einem kleinen See. Am Abend ist es wolkenlos und windstill, gerade recht um mal wieder einen Abend mit Sternenhimmel und Lagerfeuerromantik geniessen zu können. |
22.09.2004 |
Ab heute heisst die Küstenstrasse Evangeline Trail. Sie führt von Yarmouth auf der anderen Seite der Halbinsel zurück nach Halifax. In Digby machen wir einen Abstecher auf das Digby Neck, eine Landzunge die über 70km lang in die Bay of Fundy ragt. Bei East Ferry müssen wir eine kurze Meerenge mit der Fähre überqueren, um zum Balancing Rock zu gelangen.
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23.09. - 24.09.2004 |
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Heute ist offizieller Herbstanfang. Die Bäume zeigen auch erste Verfärbungen und die Nächte werden spürbar kühler. Die Wolken haben sich wieder verzogen und die Sonne scheint vom blauen Himmel. Weiter geht’s auf der Schnellstrasse bis kurz vor Truro. Beim Shubenacadie River machen wir einen Halt und schauen von der Aussichtsplattform in den fast leeren Fluss. Bei Flut rauscht hier eine Flutwelle den Fluss hinauf und das Meer füllt das Flusstal. Leider findet sie heute und die nächsten drei Tage in der Nacht statt. Wir verlassen den Evangeline Trail und wechseln auf den Glooscap Trail,![]() der auf der anderen Seite weiter der Bay of Fundy entlang führt. Wieder einmal können wir direkt am Meeresufer campieren und die gewaltigen Höhenunterschiede der Gezeiten, die in der Bay of Fundy bis zu 16m betragen können, hautnah miterleben. Die Sonne weckt uns um 9Uhr nach einer kalten Nacht. Wir bleiben noch etwas an diesem schönen Platz und geniessen die wärmende Sonne bevor wir weiterfahren. Die Bäume werden immer farbiger. Bei Amherst verlassen wir Nova Scotia und kehren zurück nach New Brunswick. Wir umfahren Moncton und am leeren Petitcodiac River entlang erreichen wir wieder die Bay of Fundy. Im Hopewell Rocks Provinz Park kann man an den Felsen mit Namen wie Flowerpots und Diamand Rock die Unterschiede der Gezeiten sehen. Der Park ist sehr beliebt, denn bei Ebbe kann man
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25.09. - 26.09.2004 |
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Am nächsten Tag fahren wir nochmals zurück zu den Hopewell Rocks um die Gegend bei Flut zu sehen, denn das Eintrittsbillet gilt für 24 Stunden. Jetzt hat man nur die Möglichkeit bis zum Ende der Treppe hinunterzusteigen, wo das Wasser an die Stufen brandet. Danach erreichen wir nach kurzer Fahrt den Fundy Nationalpark. Bei Point Wolfe am Meer ist es kühl und es wird neblig. Wir campieren auf dem einzigen, offenen Campground im Park, wo wir unser letztes Holz in einem wärmenden Feuer verbrennen. Nadia findet ganz in der Nähe einen grossen Pilz (ob der wohl ![]() essbar wäre?). Das Wetter hält sich gut und wir fahren weiter durch den Park nach Norden, wo wir den Highway #1 erreichen. Unterwegs sehen wir immer wieder viele Blueberryfelder, die zunehmend rot werden. In Saint John besuchen wir das Hafenviertel, wo zurzeit ein riesiges Kreuzfahrtschiff steht. Viele Skulpturen, wie die Uhr oder der Elch, verschönern die etwas triste Umgebung. In St.George zeigt ein Beispiel einer Lachstreppe wie man versucht dem Lachs das Erreichen der Laichgründe zu ermöglichen und ihn damit nicht aussterben zu lassen. Kurz vor der Landesgrenze, in St. Andrews, übernachten wir ein letztes Mal in Kanada.
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27.09. - 28.09.2004 |
Ein paar Kilometer (bald sind es ja wieder Meilen) und wir sind in St.Stephen an der Grenze zur USA. Wir verbrauchen noch unser letztes kanadisches Kleingeld an einer teuren Tankstelle (in der USA ist es etwa 20Cent billiger) bevor wir nach der International Bridge an den Grenzposten fahren. Nach der üblichen Befragung von drei verschiedenen Stellen, ausfüllen der Einreiseformulare und Stempeln der Pässe, können wir nach einer Stunde in die USA einreisen. Für die Gebühr von 12 $ konnten sie nicht einmal einen 50$-Reisecheck wechseln, Martin muss (noch ohne Einreisebewilligung!) ![]() bei einem Shop in der Nähe zuerst Geld wechseln gehen (in der Zwischenzeit müssen dafür Nadia und die Reisepässe als Pfand im Office zurückbleiben, ob Martin wohl zurückkommt?). Nach Einkauf und endlich wieder billigerem Tanken fahren wir auf der Strasse #1 bis zum nächsten State Park mit Camping, dem Cobscook Bay State Park mit Blick auf das Meer und die Gezeiten. Am nächsten Tag hat Martin Geburtstag. Nadia denkt sogar daran. Aber in diesem Alter (49) feiert man nicht mehr so gerne. Auf der Fahrt zum Acadia Nationalpark regnet es und es wird wieder spürbar kälter. Unterwegs begegnen wir noch dem grossen Blueberry, ein Laden wo man alles vom Blueberry Pie bis zur Blueberry Seife kaufen kann. Der Campingplatz im Park ist gut besucht und kostet 20$ ohne Hookups. Die Duschen sind ausserhalb des Platzes, etwa 1 Meile entfernt und kosten 1$!. Da verzichten wir mal auf eine Dusche, denn bei diesen Temperaturen kommt man sowieso nicht ins Schwitzen. Nadia kocht zur Feier des Tages ein Stroganoff mit viel Fleisch, Nudeln und Rahmsauce. Dazu trinken wir einen kalifornischen Cabernet von Moldavi. Am späteren Abend hört es auf zu regnen und wir können doch noch ein wärmendes Feuer anzünden.
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29.09. - 30.09.2004 |
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Am nächsten Morgen ist es bitterkalt aber trocken. Wir fahren, wie viele andere auch, die Park Loop Road, eine Rundfahrt die durch den Acadia NP führt. Auf dem Cadillac Mountain, dem höchsten Punkt, hat man eine fantastische Aussicht über den Park und die Küste. Hier oben wimmelt es trotz kaltem Wind von Leuten wie irgendwo in einer Grosstadt. Denn in der Bucht von Bar Harbour stehen gleich zwei Kreuzfahrtschiffe und die Passagiere werden in zahlreichen Bussen zum Aussichtspunkt gekarrt. Beim Thunderhole wiederholt sich das Ganze wieder, es herrscht ein richtiges Gedränge. Aber trotz Flut ist das Meer zu ruhig, dass man das Spektakel von aufspritzendem Wasser fotografieren könnte.
aufgewärmt sogar fast besser munden. Am Morgen ist das schöne Wetter wieder zurückgekehrt. Wir erklimmen den Aussichtspunkt im State Park und geniessen eine fantastische Aussicht auf Camden und die Atlantikküste von Maine. Aber auch hier oben hat es um 10 Uhr (für uns) schon wieder zu viele Leute. Wir verlassen die Küste bei Brunswick und fahren ins Landesinnere nach Waterford, wo wir in einem leeren Campingresort die einzigen Camper sind und an einem ruhigen, See alleine campieren können. Ein Naturerlebnis das in der heutigen Zeit leider immer seltener ist.
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